Inhalt der Ausgabe No. 31

Björn Zwingmann – Volkswagen: Das Imperium schlägt zurück · Wolfram Domke – Spielplatz seelischer Kleinkriege – ‚Mensch ärgere dich nicht‘ · Wilhelm Salber – Organisation mit Metapsychologie – Organisation und Hieronymus Bosch · Wilhelm Salber – Hieronymus Bosch: Sein Garten organisiert menschliche Ausdrucksbildung · Wilhelm Salber – Was ist Gestalthaftes dabei? · Wilhelm Salber / Daniel Salber – Medien und Kultur – die Entwicklungsgeschichte der Medien(-Seele) als Grundlage der Medienpsychologie · Stephan Grünewald – Bezaubernde Beziehungs-Kiste · Peter Franken – Monumentaler Bild-Salat · Yizhak Ahren – Leugnung des eingetretenen Todes · Wolfram Domke – Rechnen mit dem Paradox · Rezensionen

Auszug aus dem Artikel
von Björn Zwingmann:

Volkswagen: Das Imperium schlägt zurück

In der Werbung lebt – wenn sie gelingt – die Seele des Produkts.
Doch selbst eine gelungene Werbung ist – wie alle
Werke – riskant, da sie auch mit den werkimmanenten Gegenläufen
zurechtkommen muss und für Verkehrungen anfällig
bleibt. Träumen oder Fehlleistungen ähnlich können
Werbeproduktionen unter Umständen mehr vom Betriebsgeheimnis
ihres Gegenstandes enthüllen als sie vielleicht beabsichtigten.
Im Folgenden möchte ich dies am Beispiel des
aktuell in den Schlagzeilen stehenden Volkswagen-Konzerns
darlegen, dessen Außenwirkung sich mehr und mehr von
einem vertrauenswürdigen Traditionsbetrieb hin zu einer
skrupellosen Kartellmacht wandelt, die auch vor krimineller
Einflussnahme nicht zurückschreckt. Anhand von zwei VW-Werbespots,
einer von 2011 und einer von 2017, kann man
nachvollziehen, wie Volkswagen nicht nur versucht, gezielt
die unbewussten Wünsche der Autokäufer anzusprechen,
sondern auch, wie sich das paradoxe Konstruktionsproblem
des Autoherstellers selber in diesen Werbespots ausdrückt,
indem in den Spots neben dem Versprechen einer haltgebenden
Ordnung auch die Bedrohung durch entmündigende
Eingriffe sichtbar wird. …

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