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16. Mannheimer Filmseminar Psychoanalyse und Filmtheorie im Dialog: Francois Ozon

19 Januar - 21 Januar

Nach den Altmeistern Akira Kurosawa, Martin Scorsese und Michael Haneke und davor den “American Independents”, den Gebrüdern Coen und Darren Aronofsky sowie dem Kanadier David Cronenberg, steht beim 16. Mannheimer Filmseminar mit François Ozon ein zeitgenössischer europäischer Regisseur im Mittelpunkt des Dialogs zwischen Psychoanalyse und Filmtheorie im Cinema Quadrat, dem kommunalen Kino in Mannheim. Vom 19. bis 21. Januar 2018 ermöglichen es sieben Filme, sechs Vorträge und drei Diskussionsrunden den Teilnehmern des Seminars, das Werk des 1967 geborenen französischen Filmemachers tiefgründig zu erforschen.

Am Seminarwochenende werden sechs Filme von Ozon betrachtet und besprochen: „Eine neue Freundin“ ist ein Filmdrama über Trauer, Frauenfreundschaft und weibliche Identität; „8 Frauen“ ist ein parodistisches Kriminal-Musical mit den größten weiblichen Stars des französischen Kinos und Ozons bekanntester Film. In „Unter dem Sand“ weigert sich eine Frau – Charlotte Rampling –, der Realität vom Tod ihres Mannes ins Auge zu sehen. In „Swimming Pool“ spielt Charlotte Rampling eine Krimi-Schriftstellerin in einer Schaffenskrise, die in einen mysteriöse Mordfall rutscht. „In ihrem Haus“ ist ein raffiniertes Psychospiel um Kunst und Manipulation, in dem ein schriftstellerisch begabter Schüler das Alltagsleben eines Freundes für seine literarischen Schulaufsätze ausbeutet. In „Frantz“ entsteht eine deutsch-französische Liebesgeschichte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, die freilich auf Lügen und falschen Erwartungen fußt. Die Filme laufen in der deutschen Fassung, um auch Zuschauern, die der französischen Sprache weniger mächtig sind, eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten zu ermöglichen.

François Ozon hat seit 1998 nach einigen Kurzfilmen 17 abendfüllende Kinofilme inszeniert: Für einen Autoren-Filmemacher eine beachtliche Zahl, da neben der Inszenierung auch die meist eigenständige Erarbeitung des Drehbuchs dazu gehört. Er hat bei aller Vielfalt seines Werks (Dramen, Komödien, Krimis, Psychodramen, Farcen) thematisch wie stilistisch eine erkennbare Handschrift entwickelt. Sein Werk fordert deshalb gerade dazu heraus, in der Zusammenschau von mehreren Filmen näher betrachtet zu werden.

Der informative Veranstaltungsflyer kann hier herunter geladen werden.

Details

Beginn:
19 Januar
Ende:
21 Januar
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